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SchuleOhneRassismus

Schule am Düvelshöpen, Schützenstr. 53, 21255 Tostedt  Tel. 04182-292344 Fax 04182-292345 E-Mail hauptschule-tostedt@ewetel.net

Berufsorientierung in der Schule am Düvelshöpen

 

Da Hauptschüler bereits nach der 9. Klasse ins Arbeitsleben gehen, müssen sie schon früh eine Entscheidung für einen Ausbildungsberuf treffen. Um die Schüler auf dem Weg zu ihrem Ausbildungsberuf umfangreich unterstützen zu können, wird dem Thema „Berufsorientierung“ an der Schule am Düvelshöpen besondere Beachtung geschenkt. Dabei setzen sich die Schüler sowohl im Rahmen des Unterrichts, als auch außerschulisch mit theoretischen und praktischen Aspekten dieses Themenfeldes auseinander und dokumentieren ihren Berufsorientierungsprozess durch die kontinuierliche Führung eines Berufswahlordners.

 

Ziel ist es, die Schüler durch eine intensive Berufsorientierung zu befähigen, sich in die Berufswelt zu integrieren. Dies wird erreicht, indem die Schüler:

  • sich ihrer Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst werden
  • verschiedene Ausbildungsberufe kennenlernen und deren Anforderungen mit ihren eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten abgleichen
  • sich in ihrem regionalen Wirtschaftsraum hinsichtlich der Arbeits- Ausbildungsmöglichkeiten orientieren.
  • ihre praktischen Erfahrungen zielgerichtet auswerten
  • verschiedene Informationsquellen und Beratungsangebote zur Berufsorientierung nutzen
  • das Bewerbungsverfahren üben

Die ersten theoretischen Grundlagen zu den Themen Arbeit, Beruf und Ausbildung sowie Unternehmen werden bereits im Rahmen des Faches Wirtschaft ab dem 7. Schuljahrgang gelegt und durch Betriebsbesichtigungen veranschaulicht.

Für die Erkennung und Bewusstwerdung der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten wird am Ende der 7. Klasse mit den Schülern eine „Potenzialanalyse“ durchgeführt, bei der eine außerschulische Institution verschiedene theoretische und praktische Tests und eine anschließende Beratung der Schüler und Eltern übernimmt. Weiterhin kann durch dieses Kompetenzfeststellungsverfahren erkannt werden, bei welchen Schülern besonderer Förderbedarf im Hinblick auf die Berufsorientierung besteht. Für diese Schüler besteht dann die Möglichkeit individuelle Unterstützung durch einen Berufseinstiegsbegleiter zu erhalten.

 

Der eigentliche Schwerpunkt der Berufsorientierung liegt jedoch im 8. und 9. Jahrgang. Aus diesem Grund stehen in diesen Jahrgängen zwei zusätzliche Ganztagsstunden zur Verfügung, die für den Berufsorientierungsunterricht genutzt werden.

Innerhalb dieses BO-Unterrichts reflektieren die Schüler dann nochmals ausführlich ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten. Dies geschieht durch die Nutzung von Fragebögen zur Selbst- und Fremdeinschätzung, mit Hilfe des Internetangebots der Agentur für Arbeit („BERUFE-Universum“) und durch die Teilnahme an der „Praktischen Berufsweltorientierung“, bei der unterschiedliche Ausbildungsberufe praxisnah erkundet werden können. Nicht zuletzt sind auch die drei Praktika aufschlussreich bei der Erkundung der eigenen Fähigkeiten.

 

Da die Schüler eine möglichst breit gefächerte Übersicht über die Ausbildungsberufe erhalten sollen, werden im 8. Jahrgang die Materialien der Bundesagentur für Arbeit (Heft: „Planet Beruf“, Lexikon der Ausbildungsberufe: „Beruf aktuell“) eingesetzt. Dabei werden unterschiedliche Berufe im Hinblick auf verschiedene Tätigkeiten und Anforderungen betrachtet und mit den eigenen Interessen und Fähigkeiten der Schüler verglichen. Weiterhin werden Betriebsbesichtigungen durchgeführt und ausgewertet.

 

Zur praxisorientierten Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ausbildungsberufen und zum Kennenlernen der Abläufe in Unternehmen dienen die drei Betriebspraktika.

Während des einwöchigen „Schnupperpraktikums“, sammeln die Schüler der 8. Jahrgänge erste Erfahrungen im betrieblichen Alltag. Die anschließenden Betriebspraktika dauern jeweils 14 Tage und werden im 8. und 9. Jahrgang durchgeführt. Ein zusätzliches außerschulisches Praktikum in den Jahrgängen 9 und 10 ist im Rahmen der API (Ausbildungsplatzinitiative) möglich, wenn die Schüler dadurch die Möglichkeit erhalten, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

 

Um die praktischen Erfahrungen angemessen auszuwerten, wird von den Schülern zu jedem Praktikum ein ausführlicher Bericht angefertigt, der nicht nur die Dokumentation der eigenen Tätigkeiten, sondern auch eine Reflexion der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Hinblick auf den erkundeten Ausbildungsberuf enthält. Weiterhin erhalten die Schüler eine Bewertung von den Betrieben in Form eines Praktikumszeugnisses. Anschließend werden die erkundeten Berufe auch den Mitschülern präsentiert, sodass auch diese von den Erfahrungen und Erkenntnissen profitieren können. 

 

Informationsquellen zur Berufsorientierung sind eine wichtige Voraussetzung, um die richtige Entscheidung treffen zu können. Deshalb wird den Schülern auf vielfältige Weise der Zugang zu Informationen gewährt. Neben den Printmedien der Bundesagentur für Arbeit und deren Internetangeboten, die im Unterricht genutzt werden, besuchen die Schüler im zweiten Halbjahr der 8. Klasse das Berufsinformationszentrum in Lüneburg.

Den Schülern des 9. und 10. Jahrgangs wird dann das persönliche Beratungsgespräch mit dem Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit in der Schule angeboten. Weiterhin besuchen die Klassen der 9. Jahrgangsstufe die jährliche Ausbildungsmesse „Job Treff“ und die „Handwerkswelten“ in Hamburg.

 

Zudem bietet die Schule verschiedene Informationsveranstaltungen an. Für die Schüler und Eltern der 8., 9. und 10. Klassen findet jährlich in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit und den Berufsbildenden Schulen in Buchholz und Rotenburg ein Informationsabend über die unterschiedlichen Schulabschlüsse und die verschiedenen Möglichkeiten nach dem Besuch der Hauptschule statt. Außerdem werden in den 9. Klassen regelmäßig Informationsveranstaltungen der Landwirtschaftskammer, der Bundeswehr und über das Freiwillige Soziale Jahr abgehalten.

Eine besonders schülernahe Vermittlung von Information bieten die „Ausbildungsbotschafter“ der IHK. Diese Auszubildenden, die sehr anschaulich von ihren Ausbildungsberufen berichten, werden regelmäßig in die Schule eingeladen.

 

Um den Schülern die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu ermöglichen, wird das Bewerbungsverfahren sowohl theoretisch im Rahmen des Deutschunterrichts, als auch praktisch mit den Schülern geübt. Dazu nehmen die Schüler des 9. Jahrgangs an einem Planspiel teil, welches mit Unterstützung der Reso-Fabrik und engagierten Unternehmen aus der Region durchgeführt wird. Außerdem werden externe Experten eingeladen, die Hinweise zum Bewerbungsschreiben geben, zur Probe Einstellungstests durchführen und das Vorstellungsgespräch üben.